Christlicher Verein Junger Töchter

CVJT - gesamtschweizerische Entstehung

Um die Jahrhundertwende (19./20. Jh) bestand in Basel ein "Maria und Martha"-Vein, in dem sich konfirmierte Töchter unter der Betreuung von Pfarrern zusammenfanden. In den 20er-Jahren wurde gemeinsam mit der "Christlichen Studentenvereinigung" und anderen Töchtervereinen von Basel und Umgebung der "Arlesheimerverband" gegründet. Sein Zweck:

- Kontakt zw. den Verbänden

- Vertiefung des christlichen Lebens durch Tagungen

- Werbearbeit für Christus unter der Basler Jugend

- Evangelisation unter den Messeleuten

"Maria-und-Martha"-Vereine existierten auch in Zürich, Uetikon, Grabs und St. Gallen. 

 

1930 zog die erste Sekretärin in die Räume des CVJM-Büros in Basel. Obwohl das Büro in erster Linie Basel dienen solle, wurde es bald auch die tragende Säule für die gesamte deutschschweizerische Arbeit der "Christlichen Vereine Junger Töchter". 1931 schlossen sich die Töchtergruppen zum deutschschweizerischen Verband der CVJT (Christlicher Verband Junger Töchter) zusammen. 

 

CVJT Zürich

CVJM Zürich 1, 1961:  In der Glocke, dem Quartalsprogramm des CVJM Zürich 1, taucht die neue Ruprik CVJT auf und lädt Frauen ab 16 Jahren zu Singabenden, Vorträgen, Ausflügen und Filmbesuchen ein.

Glockenhof, 1963:                                                                                                                     Die Sekretärin Hanni Hui und die Arbeitslehrerin Elsbeth Beck (verheiratet: Wiesedanger-Beck) gründen im Glockenhof eine CVJM-Gruppe, da sie Angebote für Frauen im Glockenhof vermissten. Zur Vorbereitung besuchten sie ein vierwöchiges Jugendleiterseminar.                         Heute zeugen drei individuell gestaltete Gruppenbücher von den Aktivitäten des CVJT im Glockenhof. Die mit Zeichnungen und Postkarten verzierten Bücher geben Auskunft über die Programme der jeweiligen Abende, dienten aber auch als Absenzenkontrolle.                                 Es gab eine Montags- und eine Donnerstagsgruppe mit je acht bis 15 Teilnehmerinnen zwischen 17 und 30 Jahren. Auf dem Programm standen Bibelabende, Referate, Basteln, Singen und sporadisch Ausflüge mit der Jungmännerabteilung

1964: langsam bürgert sich der Name CVJF, Christlicher Verein Junger Frauen, ein. 

1966: Der CVJM Zürich 1 beschliesst, die Zusammenarbeit mit dem CVJF neu zu gestalten und monatlich "offene" Abende durchzuführen, an denen Jugendliche beiden Geschlechter miteinander diskutieren, Vorträge hören und Filme schauen konnten.  

 

Vom CVJT zum CVJF - hier gibts die Geschichte dazu!

 

Aus dem Absenzen-Kontroll-Buch

1963 - 1966

Erinnerungen an die Zeit des CVJT

Autor: Gertrud Volkert   09.12.2015
Lebenslauf
geb. 2. Oktober 1939

Ich lernte den Cevi während meiner Jugendzeit kennen. Meine beiden Brüder waren in der Jungschar, für Mädchen gab es in Balsthal (SO) damals noch keine Angebote. Meine Mutter half in CVJM-Lagern und Mitarbeiterkursen als Köchin mit.
1963 kam ich nach Zürich. Etwa im Herbst 1963 wurde ich in den CVJF Glockenhof eingeladen, dessen Aktivmitglied ich noch heute bin. Eine spezielle Frauengruppe gibt es nicht mehr. Etwa 1964 suchte die damalige CVJF-Region Zentral- und Ostschweiz eine Kassieren. Da ich gerne mit Zahlen umgehe, habe ich mich für dieses Amt zur Verfügung gestellt. Nach der Fusion von CVJM und CVJF in der deutschen Schweiz im März 1970 arbeitete ich noch einige Jahre im Regionalvorstand CVJM/CVJF-ZH/SH/GL mit.
Ab 1969 vertrat ich unsere Region im CVJF-Nationalvorstand. Wegen der Zweisprachigkeit und den langen Reisen zu den Sitzungen (meist in Neuenburg oder Lausanne) war das ein etwas mühsames Amt. Nach meinem Rücktritt 1972 arbeitete ich noch einige Zeit in der Finanzkommission und versehe heute einen kleinen Dienst als Rechnungsrevisorin.
Hauptberuflich arbeite ich seit 1967 auf der Materialstelle des CVJM/CVJF-Bundes in Zürich.

Quelle: Boesson, Christiane / Brodbeck, Doris / Schütz, Margrit (1996): Denn wir Frauen sind anders. Zum Jubiläum des CVJF-Weltbundes. Guntenswil: Rüedi Druck